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Donnerstag, 15. Juli 2010

siebter Tag - Þórsmörk

An diesem Tag machte ich mich auf in Richtung Krossárjökull. Der Weg führte durchs Slyppugil Tal, am nördlichen Rand des Eggjar und Tindfjöll entlang und schließlich über den Tröllakirkja nach Westen zum Tindfjallaslétta (550m).

Tolkiens' Dream
Irgendwie habe ich immer den Eindruck in Mittelerde unterwegs zu sein.

Zwischen Tindfjallaslétta und dem Aussichtspunkt auf 742m machte ich auf einer Anhöhe Rast. Eigentlich wollte ich bis zum Aussichtspunkt weiter doch leider habe ich den Trail nicht mehr genau gefunden. Da das Gelände unwegsamer wurde und das Wetter umschlagen zu schien machte ich mich auf den Rückweg.

vulcan
Lavagestein

Am Tindfjallaslétta machte ich mich zum Abstieg nach Süden in das Krossá Tal. Nach ein paar hundert Metern war der Weg nicht mehr zu erkennen und ich musste per Intuition weiter nach unten. Teilweise war es etwas schwer durch das zwar nicht hohe aber sehr dichte Dickicht weiter zu kommen.

Krossá River

Endlich im Tal angekommen ging es Flußabwärts wieder in Richtung Campingplatz. Ich hatte nur noch einen Gedanken im Kopf: "Jetzt nen Bier".

SiM war auf Island
Ein bisschen München war immer dabei. Schlaflos in München ist ein Podcast von Anik Rubens aus München. Falls noch jemand ein Podcast sucht, einfach mal reinhören.


Den Wunsch ging in Erfüllung, denn in der Jugendherberge gab es auch einen kleinen Kiosk. Mit zwei Bier lag ich dann bei Nieselregen entspannt im Hotpot. "Es könnte nicht schöner sein".

Mittwoch, 14. Juli 2010

sechster Tag - Þórsmörk

Los ging es vom Campingplatz Húsadalur auf den kleinen Berg Valahnúkur. Großartige Aussicht auf das Króssa Tal. Am Aussichtspunkt traf ich noch auf drei holländische Rentner. Sie erzählten mir, dass sie vor 36 Jahren schon einmal hier gewesen sind und sie jetzt noch einmal das Gebiet ansehen wollten und wie es sich verändert hat über die Jahre.

Krossá
Auf der Rechten Seite kann man den von Staub bedeckten Eyjafjallajökull sehen.

Ich wanderte weiter nach Westen hinunter in das Langidalur Tal über den Fluss am Gluggahellir vorbei und dann in Richtung Eggjar.

Þorsmörk

Nach einer Pause am Eggjar machte ich mich wieder auf den Weg nach unten. Ziemlich steil, felsig und ab und an war Intuition gefragt wie es weitergeht, da die Wegmarkierungen entweder überwuchert waren oder einfach nicht auffindbar waren.

enjoying the sun
Kurz die Sonne genießen.

Interessant ist, dass sehr viel Vulkanasche die frische Vegetation bedeckt. Ich vermute, dass dies vom Eyjafjallajökull stammen muss.
Über das Tal machte ich mich an der Króssa entlang auf den Rückweg zum Campingplatz. Erst jetzt zog die Wolkendecke zu und es fing etwas an zu regnen.
Nach einem langen, anstrengenden aber sehr schönen Tag wird im Zelt gechillt und ausgeruht. Viel dunkler wird es übrigens auch nicht mehr.

7247.jpg

Montag, 12. Juli 2010

vierter Tag - Skaftafell

Bei bewölktem Himmel machte ich mich auf den Weg zum Morsárlón. Einem kleinem See am Ende einer Gletscherzunge.


Skaftafell Wanderung zum Morsárlón auf einer größeren Karte anzeigen

Den Weg führte am Berg entlang und durch das Morsár Tal zum See. Dank des nicht perfekten Wetters kam ich ganz alleine und ungestört an dem kleinen See an.

adventure



Die treibenden Eisschollen im Wasser, das knacken des Gletschers das durch das Tal noch verstärkt wurde und die Einsamkeit machten diesen Moment unbeschreiblich schön.

Zurück ging es dann über die Skaftafellheiði (den Buc­hstaben ð bekommt man übrigens mit Alt + 208) zum Svartifoss.

Svartifoss

Die dortigen sechseckigen Felsformationen treten bei gleichmäßiger Abkühlung von Lava auf. Das ganze nennt man dann Basalt. Man sollte sich von dem Foto nicht täuschen lassen, da ging's zu wie nochmal was aber irgendwann gab es doch ne Möglichkeit keinen vor der Linse zu haben.

7066.jpg

Die rechte Ferse tut wieder weh und ich mache mir Sorgen, dass es in Þ6rsmörk noch schlimmer werden könnte.